02.02.2025
seitdem gilt Artikel 4
27.07.2026
geänderte Fassung durch Verordnung (EU) 2026/1744
0 EUR
Bußgeld für Artikel 4, weder in der KI-VO noch im deutschen Gesetz
kein
vorgeschriebenes Zertifikat und kein festes Niveau
Was verlangt Artikel 4 seit dem 27. Juli 2026?
Anbieter und Betreiber von KI-Systemen ergreifen Maßnahmen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und der Personen, die in ihrem Auftrag mit KI-Systemen arbeiten, zu unterstützen. Ein bestimmtes Kompetenzniveau müssen sie nicht garantieren.
Die Änderung kam mit dem sogenannten Digital Omnibus, Verordnung (EU) 2026/1744, veröffentlicht im Amtsblatt am 24. Juli 2026 und in Kraft seit dem 27. Juli 2026.
Wen betrifft Artikel 4?
Anbieter, die KI-Systeme entwickeln oder unter eigenem Namen anbieten, und Betreiber, die KI-Systeme in eigener Verantwortung beruflich einsetzen. Betreiber ist damit fast jedes Unternehmen, dessen Beschäftigte ChatGPT, Claude, Copilot oder ein ähnliches Werkzeug für ihre Arbeit nutzen.
Gibt es ein Bußgeld, wenn wir nicht schulen?
Nein. Weder die Sanktionsvorschrift der KI-Verordnung (Artikel 99) noch das deutsche Durchführungsgesetz (§ 15 KI-MIG, in Kraft seit 29. Juli 2026) sehen ein Bußgeld für Artikel 4 vor. Wer mit hohen Bußgeldern für fehlende Schulungen wirbt, beschreibt eine Rechtslage, die es in Deutschland so nicht gibt.
Relevant bleibt die Pflicht trotzdem: im Haftungsfall, in Ausschreibungen, bei der Revision und in Berufen mit eigenem Berufsrecht, etwa in Kanzleien.
Was ist eine sinnvolle Maßnahme im Mittelstand?
Keine einzelne Maßnahme ist vorgeschrieben. In der Praxis hat sich eine Kombination bewährt:
- 01
Leitlinie
Welche Werkzeuge freigegeben sind, welche Daten hinein dürfen, wer Fragen beantwortet.
- 02
Schulung nach Rolle
Alle bekommen die Grundlagen, wer mehr mit KI arbeitet, bekommt mehr Tiefe.
- 03
Ansprechperson
Eine Person im Haus, die Fragen sammelt und Regeln aktuell hält.
- 04
Auffrischung
Werkzeuge ändern sich schnell, ein kurzer Termin im Jahr hält den Stand.
- 05
Dokumentation
Wer wann was gelernt hat. Nicht vorgeschrieben, aber das Erste, wonach gefragt wird.
Was dokumentieren Banken, Versicherer und Berater in Frankfurt?
In regulierten Häusern fragen interne Revision, Auslagerungsmanagement und Auftraggeber nach Belegen, nicht nach Absichten. Bewährt hat sich ein Teilnahmeregister mit Datum und Umfang in Zeitstunden, ein Inhaltsverzeichnis der Schulung mit Zuordnung zu den Rollen im Haus und eine Bescheinigung je Person. Was Ihre Aufsicht davon anerkennt, entscheidet sie selbst.
Was hat sich gegenüber der ersten Fassung geändert, und was gilt sonst?
Die erste Fassung verlangte, ein bestimmtes Kompetenzniveau beim Personal sicherzustellen. Die neue Fassung verlangt, die Entwicklung der Kompetenz zu unterstützen. Das ist eine Bemühenspflicht, keine Ergebnispflicht.
Weitere Fristen der KI-Verordnung: Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 gelten seit dem 2. August 2026, für Systeme, die vorher in Verkehr gebracht wurden, gilt für die Kennzeichnung nach Artikel 50 Absatz 2 eine Frist bis zum 2. Dezember 2026. Die Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III gelten ab dem 2. Dezember 2027, nach Anhang I ab dem 2. August 2028.
Diese Seite ist eine Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Ich bin kein Rechtsanwalt.
Stimmen aus Schulungen
Was Teilnehmende sagen
„War ein richtig guter KI-Workshop in kleiner Runde. Dadurch konnte man viele Fragen stellen und Herr Heiner ist auch direkt auf unsere Themen eingegangen. Alles locker und verständlich erklärt, ohne unnötiges Fachchinesisch.“
„Ich war anfangs etwas skeptisch, ob KI für die Buchhaltung wirklich einen Mehrwert bringt. […] André hat das angenehm ruhig und verständlich erklärt. Kein unnötiges Technik-Gerede, sondern viele Dinge, die man tatsächlich ausprobieren kann.“
„Tolle Schulung zum Thema Claude für Immobilienmakler. Herr Heiner erklärt die Möglichkeiten von KI sehr anschaulich und mit vielen praktischen Beispielen. Hat mir wirklich weitergeholfen!“
IHK Wiesbaden
Referent des Online-Seminars „Möglichkeiten der KI im Büro“, 14 Teilnehmende. Schriftliche Bestätigung der Kammer vom 21. September 2026.
Volkshochschule Frankfurt am Main
Kursleitung „Künstliche Intelligenz im Büroalltag“, Kurs 5521-42, zwei Abende. Schriftliche Bestätigung vom 15. September 2026.
Auszüge aus Bewertungen in meinem Google-Unternehmensprofil, Kürzungen mit […] markiert, Namen mit Zustimmung gekürzt. Alle zitierten Personen haben tatsächlich an einem Workshop teilgenommen oder mit mir zusammengearbeitet. Google selbst prüft Bewertungen nicht. Die Referenzbestätigungen von IHK Wiesbaden und Volkshochschule Frankfurt liegen im Original vor und sende ich auf Anfrage zu.

Wer schult
André Heiner
KI-Engineer und KI-Trainer aus Wiesbaden
- Diplom-Informatiker (Philipps-Universität Marburg), baut KI-Agenten und Automatisierungen im Produktivbetrieb
- Ausbildereignung nach AEVO, Prüfung bei der IHK Wiesbaden am 3. September 2026
- Referent des Online-Seminars „Möglichkeiten der KI im Büro“ der IHK Wiesbaden (2024)
- Kursleiter „Künstliche Intelligenz im Büroalltag“ an der vhs Frankfurt am Main (2024)
- 2026 Honorardozent bei einem AZAV-zugelassenen Bildungsträger: KI im Performance Marketing und Power BI, 80 Unterrichtseinheiten
- 16 Google-Bewertungen mit einem Schnitt von 5,0 (Stand Oktober 2026)

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Das Erstgespräch ist kostenlos. Danach bekommen Sie eine Agenda für Ihr Team und einen festen Preis, schriftlich und bevor etwas beauftragt ist.
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FAQ
Häufige Fragen
Müssen alle Mitarbeitenden geschult werden, die ChatGPT oder Copilot nutzen?
Artikel 4 schreibt keine bestimmte Schulung vor. Er verlangt Maßnahmen, die die Entwicklung der KI-Kompetenz unterstützen. Für Beschäftigte, die KI-Werkzeuge beruflich nutzen, ist eine Schulung die naheliegende Maßnahme, ergänzt um eine Leitlinie und eine Ansprechperson.
Gibt es ein Bußgeld, wenn wir keine KI-Schulung machen?
Nein. Weder Artikel 99 der KI-Verordnung noch § 15 KI-MIG sehen ein Bußgeld für Artikel 4 vor. Relevant bleibt die Pflicht im Haftungsfall, in Ausschreibungen, bei der Revision und im Berufsrecht.
Brauchen wir ein Zertifikat oder einen förmlichen Nachweis?
Nein, beides ist nicht vorgeschrieben. Eine Dokumentation, wer wann was gelernt hat, ist trotzdem sinnvoll, weil Revision, Auftraggeber und Versicherer danach fragen.
Was hat sich am 27. Juli 2026 geändert?
Mit der Verordnung (EU) 2026/1744 wurde Artikel 4 abgeschwächt: Statt ein bestimmtes Kompetenzniveau sicherzustellen, müssen Anbieter und Betreiber die Entwicklung der KI-Kompetenz unterstützen. Ein bestimmtes Niveau muss nicht garantiert werden.
Erfüllt eine Schulung bei heiner.io Artikel 4?
Eine Schulung ist eine Maßnahme im Sinne von Artikel 4, aber kein Siegel, das eine Pflicht abhakt. Ob Ihre Maßnahmen insgesamt angemessen sind, bewerten Sie selbst oder Ihre Rechtsberatung. Auf Wunsch erhalten Sie Teilnahmeregister, Inhaltsverzeichnis und Bescheinigungen für Ihre Dokumentation.

